CO2-Speicherung steht sinnvollen Klimaschutzzielen im Weg

12.03.2008

Zur Pressekonferenz zum Thema Klimaschutz durch CO2-Speicherung des Wirtschaftsministers, des Umweltministers und der RWE Dea AG, erklärt der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Olaf Schulze:

CO2 abzuspalten und im Untergrund zu speichern ist eine Sackgasse und wird den Klimaschutzzielen nicht gerecht. Stattdessen fordern wir von den beiden Ministern mit dem Geld Technologien zu fördern, bei denen es erst gar nicht zur CO2-Produktion kommt. Klimapolitisch können wir uns den Neubau von Kohlekraftwerken nicht mehr leisten. Die Technik kommt daher zu einem Zeitpunkt, an dem wir sie nicht mehr brauchen.

Die für die Speicherung benötigten Kavernen sind außerdem als Speicherort viel zu wertvoll, als dass wir sie mit Abfall vollpumpen, den wir auch verhindern können. Das Wirtschaftministerium sollte lieber die Forschung zur Druckluftspeicherung fördern, mit der Windenergie gespeichert werden kann. Das ist eine zukunftsweisende Technik, die wir selber brauchen und exportieren können.

Zweifel gibt es aber nicht nur am Sinn, sondern auch an der Qualität des Konzeptes. Der Untergrund ist kein starres, luftdichtes Gefüge. Es ist zu befürchten, dass das CO2 mit der Zeit entweicht, oder es zu Reaktionen mit Wasser und dem anstehenden Gestein kommt, deren Folgen nicht kalkulierbar sind. Schon aus diesem Grund ist von der CO2-Speicherung abzusehen.


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